Das Sommerbuch von Tove Jansson, Taschenbuch, Bastei Lübbe Verlag – Titelbild

Das Sommerbuch im Kino – und warum Du jetzt auch das Buch lesen solltest

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Manchmal braucht es eine Filmadaption, um einen Klassiker neu zu entdecken. Und manchmal ist das Buch so gut, dass man es einfach in die Hand nehmen muss – noch bevor der Abspann zu Ende läuft. Das Sommerbuch von Tove Jansson ist genau so ein Fall.

 

Eine Insel, zwei Generationen, ein ganzer Sommer

Die Geschichte ist so einfach wie sie tiefgründig ist: Sophia, ein kleines Mädchen, verbringt den Sommer mit ihrer Großmutter und ihrem Vater auf einer winzigen Schäreninsel im Finnischen Meerbusen. Die Mutter ist gestorben. Niemand spricht darüber. Stattdessen streifen die Großmutter und Sophia über die Insel, streiten, philosophieren, spielen – und finden dabei zu einem der schönsten Bilder für Trauer, Vergänglichkeit und Zuneigung, die die Literatur je hervorgebracht hat.

Tove Jansson – weltbekannt durch ihre Mumins – schrieb dieses Buch 1972 und schöpfte dabei aus ganz persönlichen Erinnerungen: den Sommern auf der Schäre Klovharu, die sie jahrzehntelang als ihr zweites Zuhause betrachtete.

 

Jetzt auch auf der großen Leinwand

Die Verfilmung von Regisseur Charlie McDowell feierte ihre Premiere bereits im Oktober 2024 beim BFI London Film Festival – seit Ende Juni 2026 läuft sie nun endlich auch in den deutschen Kinos. In der Hauptrolle der Großmutter ist Glenn Close zu sehen, die Rolle des Vaters spielt Anders Danielsen Lie – und als Sophia gibt Emily Matthews ihr Leinwanddebüt.

„Kongeniale Verfilmung von Tove Janssons beliebtestem Roman", urteilte das Filmfest München. „Glenn Close in ihrer schönsten Rolle! Große Gefühle vor skandinavischer Ostseekulisse." – Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

Der Film setzt weniger auf klassische Dramaturgie als auf Stimmungen, Zwischentöne und die leise Beobachtung von Menschen im Angesicht von Verlust und Vergänglichkeit. Wer das Buch kennt, wird genau das darin wiedererkennen.

 

Erst der Film – dann das Buch (oder umgekehrt)

Gerade weil der Roman aus losen Vignetten besteht, entfaltet er seine Magie auf Papier anders als auf der Leinwand. Die klare, fast minimalistische Sprache von Tove Jansson lässt Bilder im Kopf entstehen, die kein Kamera-Objektiv ersetzen kann.

Das Schöne: Beide ergänzen sich wunderbar. Wer den Film gesehen hat, wird das Buch mit neuen Augen lesen. Und wer das Buch schon kennt, wird Glenn Close als Großmutter ganz anders erleben.

Das Sommerbuch ist mit 208 Seiten kein großer Zeitaufwand – aber ein, der bleibt. Kein Wunder, dass es in Finnland zur Tradition gehört, es jeden Sommer neu zu lesen. Du möchtest das Buch lesen – bevor oder nach dem Kinobesuch? Bei uns im Nordland.Shop findest Du Das Sommerbuch als handliches Taschenbuch, mit 208 Seiten purer Sommermagie.

Das Sommerbuch

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