Frisch gebackene Sauerteigbrote mit kunstvollen Einschnitten, bestäubt mit Mehl.

Sauerteigstarter selbst machen – so gelingt's!

Nordland.Shop Büro

Selbstgebackenes Brot mit echtem Sauerteig ist etwas ganz Besonderes. Der Geschmack, die Kruste, der Duft aus dem Ofen – das ist kaum zu toppen. Und das Beste? Der Sauerteigstarter, den du dafür brauchst, lässt sich ganz einfach selbst herstellen. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Geduld hast du innerhalb von etwa einer Woche deinen eigenen lebendigen Starter – die Grundlage für wunderbare skandinavische Brote und Backwaren. In diesem Blogartikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie es geht – angelehnt an das Buch „Skandinavisches Brot – Sauerteig“, das du bei uns im Shop findest.

 

Was ist ein Sauerteigstarter?

Ein Sauerteigstarter ist eine lebendige Mischung aus Mehl und Wasser, in der wilde Hefepilze und Milchsäurebakterien aktiv sind. Diese kleinen Helfer sorgen dafür, dass dein Brot aufgeht, einen aromatischen Geschmack bekommt und sich länger hält. Einmal hergestellt, hält dein Starter – richtig gepflegt – ein Leben lang.

 

Das brauchst du

•    Roggenmehl Type 1150 in Bio-Qualität
•    Weizenmehl Type 550 in Bio-Qualität
•    Lauwarmes Wasser (ca. 30 °C)
•    Ein Glas mit Deckel mit ca. 0,5 l Fassungsvermögen


Tipp: Rezepte mit „Sauerteigstarter" fütterst du als Basis mit Weizenmehl Type 550. Rezepte mit „Roggen-Sauerteigstarter" fütterst du als Basis mit Roggenmehl Type 1150.

 

Schritt für Schritt: Sauerteigstarter ansetzen

Tag 1
15 g Roggenmehl Type 1150, 30 g Weizenmehl Type 550 und 30 ml lauwarmes Wasser in einem Glas vermischen. Den Deckel lose auflegen und das Glas bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Tag 2
Weitere 30 g Weizenmehl Type 550 und 60 ml lauwarmes Wasser in das Glas geben. Den Deckel wieder lose auflegen und das Glas bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Tag 3
Jetzt sollten sich an der Oberfläche der Mehl-Wasser-Mischung die ersten Blasen gebildet haben. Nun 100 g des Glasinhalts ausgießen und wegwerfen (oder direkt weiterverarbeiten). 30 g Roggenmehl Type 1150 und 60 ml lauwarmes Wasser hinzufügen. Den Deckel locker auflegen und das Glas bei Zimmertemperatur stehen lassen. Tipp: Die Starterreste lassen sich prima für spezielle Rezepte verwenden – schau einfach mal in das Buch!

Tag 4
Jetzt sollten reichlich Blasen im Glas zu sehen sein und der Sauerteigstarter müsste allmählich backfertig aussehen. 50 g davon in ein sauberes Glas umfüllen und den Rest wegwerfen. 25 g Roggenmehl Type 1150, 25 g Weizenmehl Type 550 und 50 ml lauwarmes Wasser in das neue, saubere Glas geben. Den Deckel lose auflegen und das Glas erneut bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Tag 5
Es sollten jetzt viele Blasen zu sehen sein – du bist nur noch einen Tag von einem fertigen Sauerteigstarter entfernt! Wieder 25 g Roggenmehl Type 1150, 25 g Weizenmehl Type 550 und 50 ml lauwarmes Wasser untermischen.

Tag 6
Fantastisch – du hast deinen eigenen Sauerteigstarter hergestellt! Du kannst jetzt den Schwimmtest machen, um zu prüfen, ob er backfertig ist.

 

Der Schwimmtest – ist mein Starter bereit?

5–12 Stunden nach dem Füttern sollte dein Sauerteigstarter backfertig sein. So testest du es:
1.    Ein Glas mit Wasser füllen.
2.    Einen Teelöffel aktiven Sauerteigstarter ins Wasser geben.
3.    Schwimmt er oben? Dann ist er backfertig! Sinkt er unter, braucht er noch etwas Zeit.

 

Füttern vor dem Backen

Bevor du mit deinem Sauerteigstarter backst, muss er gut gefüttert und aktiv sein. Das Füttern dauert maximal zwei Minuten und funktioniert so:
Für etwa 500 g aktiven Sauerteigstarter (z. B. für vier Brote):

  • 100 g Sauerteigstarter in ein Glas geben
  • 200 g Mehl und 200 ml Wasser untermischen (Verhältnis 1:2:2)
  • Gut verrühren und mit lose aufgeschraubtem Deckel bei Zimmertemperatur 5–12 Stunden stehen lassen

Tipp: Ideal ist es, den Starter 12 Stunden vor dem Backen zu füttern. Wer morgens backen möchte, füttert am Vorabend. Wer abends backt, füttert am Morgen.

 

Aufbewahrung – kurz erklärt

Bei Zimmertemperatur (empfohlen, wenn du mindestens einmal pro Woche backst): Alle zwei Tage füttern – einfach 30 g Mehl und 30 ml lauwarmes Wasser einrühren, Deckel locker aufschrauben, fertig. Im Kühlschrank (wenn du längere Pausen einlegst): Bis zu 2 Wochen haltbar. Vor dem Backen wieder herausnehmen, füttern und bei Zimmertemperatur aktivieren. Hast du mal ein paar Tage vergessen zu füttern und der Starter riecht seltsam? Keine Sorge – meistens ist er noch zu retten! Gib einfach 1 TL Starter in ein neues Glas, füge 50 g Weizenmehl Type 550 und 50 ml Wasser hinzu und lasse ihn 24 Stunden stehen. Diesen Vorgang ein paar Tage wiederholen – und er sollte wieder aktiv werden.

 

Und jetzt? Brot backen!

Mit deinem frisch angesetzten Sauerteigstarter kannst du wunderbare skandinavische Brote und Backwaren backen. Das Buch „Skandinavisches Brot – Sauerteig“ von Martine M. Sletmoen bietet eine tolle Auswahl an Rezepten – von klassischem Roggenbrot bis hin zu luftigem Weizensauerteigbrot. 

Viel Freude beim Backen! 

 

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar