Midsommar-Feier auf einer blühenden Sommerwiese am See mit geschmückter Midsommarstång, schwedischen Flaggen und Menschen in traditioneller Kleidung

Fünf Traditionen, die Midsommar in Schweden so besonders machen

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Es gibt Feste, die man im Kalender sucht – und solche, die man einfach spürt. Midsommar ist so eines. Wenn in Schweden die Tage so lang werden, dass die Nacht kaum noch Zeit findet anzufangen, wenn die ersten Erdbeeren reifen und die Wiesen nach Sommer duften, dann liegt es in der Luft, überall in Schweden: Es ist Zeit.

Doch was macht dieses Fest eigentlich aus? Wir stellen Dir fünf Traditionen vor, ohne die Midsommar in Schweden einfach nicht Midsommar wäre.


1. Die Midsommarstång – Mittelpunkt des Festes

Bevor gefeiert werden kann, muss sie stehen: die Midsommarstång, die Mittsommerstange. Mit frischen Blättern, Blumen und bunten Bändern geschmückt, wird sie auf Dorfplätzen, in Gärten und auf Sommerwiesen aufgestellt. Sie ist mehr als Dekoration – sie ist der Anker des Festes, um den sich alles dreht. Im wahrsten Sinne des Wortes.


2. Tanz und Kinderlieder – Frösche hüpfen im Kreis

Rund um die Midsommarstång wird getanzt, gelacht und gesungen. Das berühmteste Lied dabei: Små grodorna – „Die kleinen Frösche". Groß und Klein hüpfen dabei im Kreis, ahmen Froschbewegungen nach und haben dabei meist mehr Spaß als sie zugeben würden. Dieses verspielte Miteinander ist typisch für Midsommar: Das Fest verbindet Generationen auf eine Weise, die sich ganz selbstverständlich anfühlt.


3. Die Mittsommertafel – einfach und unvergesslich

Was auf den Tisch kommt, hat Tradition: eingelegter Hering in verschiedenen Variationen, neue Kartoffeln dampfend aus dem Topf, ein Klecks Sauerrahm, frischer Dill und Schnittlauch – dazu Knäckebrot und vielleicht ein Glas Aquavit. Und zum Abschluss: Erdbeeren. Mit Sahne, als Kuchen oder einfach so. Die schwedische Mittsommertafel ist kein Gourmeterlebnis, das beeindrucken will – sie will berühren. Und das gelingt ihr jedes Jahr aufs Neue.


4. Sieben Blumen unter dem Kopfkissen

Midsommar hat auch seine geheimnisvolle Seite. Der Volksglauben besagt: Wer in der Mittsommernacht sieben verschiedene Wildblumen schweigend pflückt und sie unters Kopfkissen legt, dem zeigt der Traum, wen er oder sie eines Tages heiraten wird. Das Schweigen dabei ist entscheidend – und verleiht dem Brauch eine fast märchenhafte Stimmung. Ob man daran glaubt oder nicht: ein bisschen Magie kann der Sommernacht nicht schaden.


5. Zusammensein – das eigentliche Fest

Am Ende ist Midsommar ganz einfach: Menschen kommen zusammen. Im Garten, am See, auf dem Sommerhäuschen. Keine große Vorbereitung, kein Dresscode, kein Programm. Nur gutes Essen, die lange helle Nacht und die Menschen, die einem wichtig sind. Vielleicht ist es genau das, was Midsommar so unvergesslich macht – die Erinnerung, dass die schönsten Momente selten kompliziert sind.


Schwedische Küche nach Midsommar entdecken

Die Mittsommertafel hat Lust auf mehr gemacht? Wer die schwedische Küche noch tiefer erkunden möchte, findet in Das Schweden-Kochbuch von Niklas Ekstedt eine wunderbare Begleitung. Der schwedische Koch nimmt Dich mit auf eine Reise durch die Aromen seiner Heimat – von Klassikern wie Köttbullar und Kardamomschnecken bis zu modernen Gerichten wie gegrilltem Spitzkohl mit Zitronenbutter. Traditionell und zeitgemäß zugleich. Einfach lagom.

Glad Midsommar!

Das Schweden-Kochbuch

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